Kragentrappe atmo FUE (3).jpg

Fuerteventura:
Die besondere Vogellocation

Brandseeschwalbe Winterkleid atmo (4).jpg

Fotoreise

Blende.png
Person_edited_edited.jpg
Euro_grau.jpg

Sonntag, 12.02.2023 - Sonntag, 19.02.2023

Fuerteventura, Spanien

Bruno Dittrich

Max. 6 Personen

ab 1.690,00 €
Workshop 
Natur- und Vogelfotografie

7 Übernachtungen mit Frühstück

Transfer an den Workshoptagen
Eigene Anreise

Fotoreise: 
Natur- und Vogelfotografie
 

Es ist Jahresanfang und die Balz der Kragentrappen hat begonnen. Bis Anfang April werden die Hähne nun Tag für Tag ihre leuchtend weißen Schmuckfedern zu einem weithin sichtbaren Büschel aufstellen. Dabei rennen sie auf kurzen Spurtstrecken kreisförmig umher. Jedes Männchen benutzt dafür eine kleine, steinige Ebene auf einem Hügel als Arena. Aus unerfindlichen Gründen gilt die Kragentrappe als ein Wahrzeichen Fuerteventuras, obwohl sie weit verbreitet in ganz Nordafrika vorkommt. 

 

Der hübsche, kleine Kanarenschmätzer hingegen, der als Inselendemit ausschließlich auf Fuerteventura existiert, ist nahezu unbekannt. Allein wegen dieser beiden Vogelarten ist die Kanareninsel eine Reise wert. Aber es gibt noch viel mehr fotogene Vogelarten zu sehen. In fast jeder Hotelanlage, auf Bauernhöfen und vor allem an Ziegenställen ist der prächtige Wiedehopf zu Hause. 

 

Niemand weiß genau, wie viele Ziegen es auf der Insel wirklich gibt. Geschätzt 50 bis 60 tausend. Der „Queso de Cabra“ - Ziegenkäse – ist eine leckere Spezialität Fuerteventuras. Mit und wegen der Ziegen kamen die Schmutzgeier aus Afrika hier her. Sie haben die Kadaver verendeter Tiere zum Fressen gern. Inzwischen müssen die Hirten tote Tiere aber sofort entsorgen. Die Geier werden deshalb in einem umzäunten Areal bei Betancuria von der Naturschutzbehörde gefüttert, damit sie nicht verhungern. 

 

An vielen Orten stehen Schilder, die eine stilisierte Kragentrappe zeigen und darauf hinweisen, die Piste nicht zu verlassen. Das ist auch nicht nötig, denn die Vögel sind am besten aus dem Auto heraus zu fotografieren. Die besten Gebiete liegen im Norden auf der Hochebene zwischen El Cotillo und Tindaya sowie im Süden auf dem Istmo de la Pared an der Strasse von Costa Calma nach La Pared.

 

In diesen Gebieten erwarten uns neben den Trappen als typische Halbwüstenarten der Triel, Rennvogel, Sandflughuhn, Wüstengimpel und Stummellerche. Das größte Problem beim Fotografieren ist Hitzeflimmern, das oft schon ab etwa 10 Uhr auftritt. Früh aufstehen und bei Sonnenaufgang vor Ort zu sein ist die einzige Empehlung, die ich hier geben kann. Mit viel Glück fällt einer der zehn statistischen Regentage zwischen Januar und April ohne Hitzeflimmern, frischen Farben und besonders aktiven Vögeln in die Reisezeit. 

Der kaum spatzengroße Kanarenschmätzer bevorzugt als Lebensraum Buschland und zumindest feuchte Täler, die ein wenig Wasser führen. Auffällig ist nur das farbenfrohe Männchen. Der braunschwarze Kopf mir einem weißen Hals und Bauchgefieder kontrastieren die orangefarbene Brust. Das Weibchen hingegen ist schlicht graubraun gefärbt. Eines der Brutgebiete des Kanarenschmätzers ist der Embalse de los Molinos, ein Stausee im Nordosten Fuerteventuras. Weil er ganzjährig Wasser führt, übt er auf viele Vogelarten eine geradezu magnetische Anziehungskraft aus. Rostgans, Kolkrabe, Brillengrasmücke, Stieglitz und Raubwürger haben hier ebenfalls Brutgebiete. Darüber hinaus besuchen viele Zugvögel den See.

 

Auffällig zahlreich singen schnarrend wie eine Nähmaschinen Wüstengimpel im Barranco unterhallb der Staumauer. Ihnen wie auch dem Kanarenschmätzer und verschiedenen Grasmückenarten begegnen wir auch im Barranco de la Torre an der Südostküste der Insel. Es ist ein Brutgebiet der Schmutzgeier, die in einer Felswand nisten und nur von weitem zu sehen sind. 

 

Nur ein paar Kilometer nördlich des Barrancos liegt die frei zugängliche Salinas del Carmen. Im Felswatt und den Salinenbecken überwintern Schwärme von Alpenstrandläufern, Sanderlingen und Steinwälzern sowie etliche andere Limikolenarten. Zwei weitere, ebenso attraktives Gebiet sind die Wattflächen in Morro Jable und beim Faro del Tostón nördlich von El Cotillo. 

 

Wind und Wellen sind dort erheblich rauer. Die manchmal mehrere Meter hohe Gischt vermittelt einen optisch gänzlich anderen Eindruck als die ruhigen Salinenbecken. Weil die Vögel stets weit umherstreifen, ist es ratsam beide Gebiete mehrfach zu besuchen. Lachmöwen, Löffler, Rotschenkel, Kuhreiher und vor allem Brandseeschwalben bieten geradezu unerschöpfliche Motive. 

Der Fotograf und Fototrainer Bruno, der diese Fotoreise leitet, steht dir die ganze Fotoreise über mit Tipps und Tricks aus seiner langjährigen Erfahrungen zur Seite und unterstützt dich bei deiner Entwicklung in der Tierfotografie. Ihm ist es wichtig, auf die individuellen Fragen aller Teilnehmer eingehen zu können. Daher findet die Reise in einer kleinen Gruppe mit maximal 6 Teilnehmern statt.

Freu dich auf eine erlebnisreiche Fotoreise mit viel Spaß, interessantem Austausch unter Gleichgesinnten und vor allem Zeit für Fotografie.

press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
press to zoom
1/1
Zielgruppe
 

Möchtest du gezielt an einem der schönsten Fotospots Spanien Vögel und Natur fotografieren und dich dabei mit Gleichgesinnten austauschen? Dem milden Klima die fotografischen Highlights abgewinnen? Und deine Fotos anschließend besprechen? Dann bist du bei dieser Fotoreise genau richtig. 

Die Grundkenntnisse von Blende und Zeit sollten vorhanden sein. Wenn du dir unsicher bist, ob du deine Kenntnisse ausreichen, frage uns einfach: info@fototouren.net  

Themen der Fotoreise "Fuerteventura":

Achttägiger Workshop:

  • Einführung in die Natur- / Vogelfotografie 

  • Wechselnde Lichtverhältnisse einsetzen

  • Schönste Tierfotospots Fuerteventuras

  • Fotografieren mit langen Brennweiten

  • Bildbesprechung

Detailprogramm

1. Tag: Sonntag, 12.02.

Anreise der Teilnehmer/innen, Abholung Flughafen Fuerteventura, Transfer ins Hotel. Je nach Ankunftszeiten Spätnachmittag kurze Exkursion zu den Salinen del Carmen. 

Abends gemeinsames Essen mit Begrüßungs- und Informationsgespräch. 

 

2. Tag: Montag, 13.02.

Start 8.00 Uhr. Fahrt auf Pisten durch das Trappengebiet auf der Hochebene zwischen Tindaya und El Cotillo. In dem Gebiet treffen wir auf die meisten Fuerteventura-Vogelarten: Kragentrappe,Triel, Rennvogel, Wiedehopf, Sandflughuhn, Kanarenschmätzer und Schmutzgeier.

Mittagspause in El Cotillo mit Tapas.

Nachmittags Rückfahrt über die Ebene auf anderen Pisten als am Vormittag. Spätnachmittags balzen die Kragentrappen.

Abends gemeinsames Essen, Tages- und Bildbesprechung. Tipps nach Bedarf und Fragen der Teilnehmer/innen.

 

3. Tag: Dienstag, 14.02.

Start 8.00 Uhr. Fahrt zur Schmutzgeierfutterstelle bei Betancuria. Neben den Geiern kommen hier stets Kolkraben zur Futterstelle. Triel, Rennvogel, Sandflughuhn möglich. 

Mittagspause ind Betancuria oder Tefia.

Nachmittags zum Embalse de los Molinos. Hier lebt der Kanarenschmätzer, Wüstengimpel und Weidensperling. 

Auf dem Stausee Zugvögel, vor allem diverse Enten- und Taucherarten. Am Abfluss des Sees ziehende Limikolen, u.a. Stelzenläufer, Grün-, Rotschnekel, verschiedene Wasserläuferarten, Flussregenpfeifer. 

Abends gemeinsames Essen, Tages- und Bildbesprechung. Tipps nach Bedarf und Fragen der Teilnehmer/innen.

 

4. Tag: Mittwoch, 15.02.

Start 8.00 Uhr. Fahrt nach Morro Jable. Am Standtrand liegt ein Salzsumpf und ein breiter Strand. Hier leben Löffler, Heiliger Ibis und Kuhreiher. Zudem ist in dem Zugvogelgebiet die Sichtung seltener Arten möglich. An einigen Plätzen leben auch Atlashörnchen. In Morro Jable Mönchs- und Halsbandsittich in größeren Schwärmen. 

Mittagspause in Morro Jable.

Nachmittags durch das Naturschutzgebiet El Jable am Istmo de la Pared. Es ist neben vielen Kragentrappen Lebensraum des Sandflughuhns, Triel, Rennvogel und Stummellerche. Oft kann die Balz der Kragentrappe von der Piste aus dem Auto beobachtet werden, die erst eine Stunde vor Sonnenuntergang beginnt. Daher späte Rückkehr in das Hotel.

Auf Wunsch oder nach Zeit Abends gemeinsames Essen, eventuell schon auf dem Rückweg.

5. Tag: Donnerstag, 16.02.

Start 8.00 Uhr. Fahrt zu den Salinen del Carmen. Selten, aber überall am Wasser möglich sind die amerikanischen Ringschnabelenten und Dreifarbenreiher. 

Rastende Zugvögel sind Graureiher, Löffler, Seidenreiher, sehr viele Limikolen- und Seeschwalbenarten. Oft große Schwärme Alpenstrandläufer, Sanderlinge und Steinwälzer. 

Mittagspause in einem kleinen Restaurant direkt an den Salinen.

Nachmittags in den Barranco del Torre. Der Brutplatz der Schmutzgeier ist nur recht weit entfernt zu sehen, Überflug aber oft sehr nah. Vor allem leben hier viele Singvögel. Wiedehopf, Kanarenschmätzer, Wüstengimpel, Brillen- und Samtkopfgrasmücke. 

Abends gemeinsames Essen, Tages- und Bildbesprechung. Tipps nach Bedarf und Fragen der Teilnehmer/innen.

 

6. Tag: Freitag, 17.02. 

Start 8.00 Uhr. Fahrt nach Süden an die Strände bei Pozo Negro und Gran Tarajal. In den Barrancos am Weg zu den Stränden kommen Wiedehopf, Brillengrasmücke und Kanarenschmätzer vor. An den Stränden vor allem Zugvogelschwärme, insbesondere viele fischende Seeschwalben und Löffler.

Mittagspause in Gran Tarajal.

Nachmittags Rückfahrt über Tuneje, Pájara und Betancuria durch das Revier der Schmutzgeier.

Abends gemeinsames Essen, Tages- und Bildbesprechung. Tipps nach Bedarf und Fragen der Teilnehmer/innen.

 

7. Tag: Samstag, 18.02.

Start 8.00 Uhr. Fahrt nach Norden zum Nationalpark El Jable vor Corralejo. Die imposante, gigantische Wanderdünenlandschaft beherrbergt neben Kragentrappen die Wüstenvogelarten. 

Weiter geht es zum See- und Zugvogelgebiet am Leuchtturm Faro del Toston. 

Seidenreiher, Mittelmeermöwe, weitere Möwenarten, Brandseeschwalbe, Küsten-, Fluß-, Zwergseeschwalbe möglich. Viele Limikolenarten von Regenbrachvogel, Rotschenkel, Steinwälzer, Sanderlinge und mehrere Arten Strandläufer. Zusätzlich in den Dünen rastende Singvögel und Wiedehopf.

Mittagspause in El Cotillo.

Nachmittags von El Cotillo auf den Pisten über die Hochebene nach Tindaya zur Trappenbalz. Zudem Triel, Rennvogel, Kolkrabe, Schmutzgeier und Wüstengimpel.

Abends gemeinsames Essen, abschließende Reise- und Bildbesprechung.

 

8. Tag: Sonntag, 19.02.

Abreisetag. Nach Zeitpunkt der Abflüge eventuell noch ein Kurzprogramm nach Wunsch der Teilnehmer/innen. 

Änderungen ausdrücklich vorbehalten.
 

Legende: [F] Frühstück

 

Die Fototour erfolgt bei eigener Anreise. Flüge nach Fuerteventura gibt es ab Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf und Leipzig (via Frankfurt). Wir unterstützen gerne bei der Planung der Anreise.

Klima

Durchschnittliche Tagestemperatur im Februar 21 Grad, Nachts 13 Grad. Badepause: Wasser 17 bis 18 Grad. Täglich 7 Stunden Sonne. Statistisch 4 Regentage im ganzen Monat Februar. Oft recht windig.

Das beinhaltet deine Fotoreise

Enthaltene Leistungen

  • 7x Übernachtungen 

  • Fotoworkshops

  • Tipps zur Kamerabedienung und Bildgestaltung

  • Workshop Natur- und Vogelfotografie 

  • Abendliche Betrachtung der Fotoauswahl jedes Teilnehmenden mit Anregungen zur bewussten Bildgestaltung und -nachbearbeitung

  • Transfer an den Workshoptagen

  • Reiseveranstalter-Haftpflichtversicherung

Nicht enthaltene Leistungen​

  • Getränke, Snacks, Mittag- und Abendessen

  • Anreise

  • Im Programm nicht vorhergesehener Transfer

  • Eintrittspreise vor Ort

  • persönliche Ausgaben

Fuerteventura, Spanien

1.690,00 € im Doppelzimmer
280,00 € Einzelzimmerzuschlag

Treffpunkt
 

Den Treffpunkt und alle Detailinformationen erhältst du ca. 2 Wochen vor der Fotoreise.

Änderungen vorbehalten

Ausrüstung
  • 1 - 2 digitale Kameras (Einstellmöglichkeit für Blende und Zeit von Vorteil)

  • Geladene Akkus & leere Speicherkarte

  • Objektiv mit langer Brennweite (optimal sind mind. 400 - 600mm)

  • Weitwinkelobjektiv und / oder kleines Zoomobjektiv für die Landschaft

  • Fotorucksack für den Transport


Falls gewünscht:

  • Stativ

  • Laptop oder Tablet

Kleidung

„Zwiebel“-Prinzip: T-Shirt oder Hemd, Pullover, Windjacke. Feste Schuhe wegen des steinigen Bodens, Turnschuhe mit rutschfestem Profil oder leichte Wanderschuhe. Badezeug mit Badeschuhen kann nicht schaden, eventuell sogar Taucherbrille und Schnorchel.

 

Sonnenschutzcreme ist dringend angeraten. Hut oder Mütze ebenfalls. Ausreichend Bargeld einstecken, weil viele kleine Restaurants auf dem Land keine Kreditkarten akzeptieren. (Aber da gibt es die besten Leckereien, Ziegenkäse ist eine lokale Spezialität.)

Wir fahren zu den Fotolocations in einem Kleinbus, Opel Vivaro. Auf und von den Pisten gibt es oft die besten Gelegenheiten zum Fotografieren. Die Trappen, Rennvogel, Triel und Sandflughuhn beispielsweise oft auf nur 10 Meter Distanz. Zu Fuß laufen wir nicht weit, zwischen 3 und maximal 6 Kilometer Hin- und Rückweg auf ebenen oder leicht hügeligen Wanderwegen.